Entdeckungen der erfreulichsten
Art machte ich in der Küche des Morgenlandes. Zu den Höhepunkten gehört für
mich die Auberginencreme, die ich häufig als Vorspeise reiche; mit Pita,
manchmal auch auf Ciabatta oder Baguette. Im Orient heißt dieses Gericht auch
Arme-Leute-Kaviar.
Da kann ich nur sagen, wenn das Armut wäre, lasst uns arm sein, denn
das Auberginenpüree ist so köstlich, dass ich es dem Reiche-Leute-Kaviar
jederzeit vorziehe.
Die Auberginen waschen, Blütenansätze abschneiden und auf einem mit
Folie ausgeschlagene Backblech unter den Grill legen. Sie werden solange
gebacken, bis sich die Haut zu lösen und schwarz zu werden beginnt – das dauert
je nach Größe der Auberginen etwa 20 bis 30 Minuten. Eventuell einmal wenden.
Auberginen aus dem Ofen
nehmen, mit feuchtem Tuch bedecken. Die Haut lässt sich dann noch einfacher
lösen. Fruchtmark auskratzen, auffangen, pürieren, mit fein gehacktem
Knoblauch, Olivenöl, dem Saft einer Zitrone, Pfeffer und Salz würzen.
Petersilie waschen, fein wiegen und hinzugeben. Mit Pita oder Ciabatta reichen,
auch als Beilage zu Kartoffeln oder Fleisch einfach so eine kalte Köstlichkeit.